Überspannungsableiter für 1-Wire - 5000 Ampere (Type 2)

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Überspannungsableiter für 1-Wire - 5000 Ampere (Type 2)


Artikelnummer 450

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INNOVATIVER ÜBERSPANNUNGS- UND ÜBERSTROMSCHUTZ FÜR 1-WIRE BUSSYSTEM (ALLE BUSMASTER)

Neu konzipiertes Schutzelement für Überspannungen und Überströme mit DREI Schutzstufen. Die Schutzkaskade kombiniert ein hohes Ableitvermögen mit einer extrem kurzen Ansprechzeit und einer ultraflinken Strombegrenzung, woraus eine überragende Schutzwirkung resultiert.

NEU!  Überspannungsableiter UND Überstromschutz in einem Modul, zertifiziert für 5.000 Ampere (Impulsklasse C2, geprüft mit 10.000 V)
NEU!  Geringster resultierender Schutzpegel auf der Geräteseite, wenn sich nach 1µs die ultraflinke Strombegrenzung aktiviert und die Klemmspannung auf 10 V reduziert wird
NEU!  Kombination aus drei Stufen mit insgesamt 24 Schutz- und Überschlagstrecken für optimale Ableitung, Strombegrenzung und geringste Klemmspannung

NEU!  PE-Anschluss mit sehr geringem Übergangswiderstand sowie ungeschnittenem und niederimpedanten Anschluss mit 2,5 mm² an Blitzstrompotentialausgleich
NEU!  Inklusive zweimal Klemmensatz blau, grau und orange für dreipoligen Anschluss von 1-Wire (5V, GND, DATA)
NEU!  Inklusive 5 Jahre Beschaffenheitsgarantie (Garantieerklärung ganz unten)

In den vergangenen Jahren wurden - nach Angabe des GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. - in Deutschland jährlich zwischen 250.000 bis 400.000 Schadensereignisse durch Blitz- und Überspannung an die Versicherer gemeldet . Die Schadenssummen pro Versicherungsfall steigen dabei von Jahr zu Jahr und machen etwa 1/5 der Schadenssummen in der Hausratversicherung aus. Ursächlich dafür ist eine Zunahme der Geräte pro Haushalt, die Verbreitung höherwertigerer und empfindlicherer Geräte sowie ein umfassenderes Leitungsgeflecht durch Vernetzung aller Anlagenteile. Überspannungen sind die Hauptursachen für Schäden an Elektronik im Smarthome.

Ein Überspannungsschutz beugt vielen Unannehmlichkeiten vor: Zeitaufwand, finanzieller Verlust sowie Verlust von Daten und Konfiguration. Bei Gewerbebauten auch Umsatzverluste durch Beeinträchtigung der Produktion bzw. Dienstleistung.

Unsere innovativen mehrstufigen Überspannungsschutzmodule für informationstechnische Systeme sind speziell für den Einsatz in Bussystemen und zum Schutz von Geräten, Servern, Extensions und SPS ausgelegt.

Dieses Blitzschutzmodul ist ausgelegt für alle 1-Wire Bussysteme mit allen Busmastern wie DS9490R und Loxone 1-Wire Extension. Es enthält zusätzlich einen Bandpass und eine BusBoost für optimierte Reichweite.

Für die Nutzung mit dem ElabNET Professional Busmaster bzw. mit den Timberwolf Servern der Modelle 350Q, 950Q und 960Q bieten wir ein separates, dafür optimiertes BlitzART Schutzmodul an, das für die höhere Stromfestigkeit des PBM optimiert ist.
 

LIEFERUMFANG

  • Ausführung: Baugruppe mit offenem REG-Gehäuse
  • Montage auf DIN Hutschiene: Fertig montiert mit Sockel für Hutschiene
  • Anschlussklemmen: Zweimal drei Klemmen blau, grau und orange für dreipoligen 1-Wire Anschluss
  • PE-Anschluss: Vormontiert mit Beilagscheiben, Federring, Mutter und Quetschverbinder für 2,5 mm²
     

WESENTLICHE LEISTUNGSMERKMALE

Übersicht:

  • Dreistufiger Überspannungsableiter inklusive Überstromschutz zum Schutz der 1-Wire Installation
  • Kombination aus extrem kurzer Reaktionszeit, hohem Ableitvermögen und ultraflinker Strombegrenzung
  • Extrem kurze Ansprechzeit des gesamten Moduls von kleiner 40 ps, damit mehr als 1000 fach schneller als herkömmliche einstufige Überspannungsableiter
  • Insgesamt 24 Schutzstrecken, bestehend aus sechs bidirektionale Überschlagstrecken plus 15 Schutzstrecken über Dioden plus drei Schutzstrecken über Strombegrenzer
  • Hohes Ableitvermögen und geringer dynamischer Widerstand durch parallel wirkende Schutzstrecken
  • Niederimpedanter PE-Anschluss für ungeschnittene Verbindung zum Blitzstrompotentialausgleich mit 2,5 mm²
  • Schutzpegel auf der Busseite zwischen 1-Wire Data gegen GND:  < 527 V (bei Impulsklasse C2,  10.000 V (1,2/50 us) / 5.000 A (8/20 us) - auf der Geräteseite jedoch nur für 1 µs, danach Klemmspannung 10 V
  • Schutzpegel auf der Busseite zwischen 5 Volt gegen GND:  < 527 V (bei Impulsklasse C2,  10.000 V (1,2/50 us) / 5.000 A (8/20 us) - auf der Geräteseite jedoch nur für 1 µs, danach Klemmspannung 10 V
  • Durch die Kombination aus überragend kurzer Ansprechzeit, dem geringen Schutzpegel und der umgehenden Strombegrenzung mit anschließender Reduzierung der Klemmspannung auf unter 10 V auf der Geräteseite minimiert dieses Schutzelement die Belastung für die geschützten 1-Wire Busmaster und Geräte sowie der Isolationen auf praktisch Null.
  • Dieser Überspannungsableiter für informationstechnische Systeme wurde zertifiziert nach Norm IEC 61643-21-2001 + A1:2009 Prüfung C2 für "Schnelle Anstiegsflanke" und entspricht Ableiter Type 2
  • 5 Jahre unbeschränkte Garantie (bitte Garantieerklärung am Ende beachten)

Verwendungszweck / Anwendungsbereich / bestimmungsgemäße Verwendung:

Dieser 1-Wire Überspannungsableiter der Kategorie C2 / Type 2 nach IEC 61643-21 ist vorgesehen für den Einbau in Verteilerschränken und Verteilerdosen in trockenen Wohn- und Geschäftsräumen, Schaltschränken in der Industrie und Automatisierungsanlagen. Er dient als Überspannungsableiter zwischen elektrischen Leitern des 1-Wire Bussystems und der Potentialausgleichsschiene bei direktem und nahen Blitzeinschlägen sowie Überspannungen aus Schalthandlungen und leitet den Blitzteilstrom in die Erdungsanlage ab.Wir empfehlen die Kombination mit einem Überspannungsableiter für energietechnische Netze Type 1 und Type 2 sowie den Einsatz mehrerer dieser 1-Wire BlitzART Module in der 1-Wire Anlage.

Dieses Modul ist ausgelegt für die Nutzung mit allen 1-Wire Bussystemen

  • Überspannungsschutzeinrichtung als Bestandteil des innerer Blitzschutzes für 1-Wire Bussysteme
  • Ableiter für Überspannungen aus galvanischer, induktiver und kapazitiver Einkopplung infolge nahem Blitzschlag (atmosphärische Überspannung)
  • Ableiter für Überspannungen durch fernem Blitzschlag (z.B. in Übertragungsnetze)
  • Ableiter für Überspannungen durch Schalthandlungen in Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen (Schaltüberspannung)
  • Selbstrückstellende, ultraflinke Überstromschutzeinrichtung, damit Schutz bereits gegen geringe Überspannungen (z.B. 12 V auf den busseitigen Anschlüssen bei Fehlverdrahtung).
  • Schützt durch Ausgleich und Ableitung von Überspannungen und Begrenzung des Stromes insbesondere die Isolationen und Elektroniken von 1-Wire Busmastern, 1-Wire Servern, 1-Wire Sensoren und Aktoren, deren Spannungsversorgungen sowie sowie die Isolation der Bus-Verkabelung
  • Erweiterter Schutz bei verteilter Installation mehrerer solcher Überspannungsableiter und Überstrombegrenzer im Bussystem durch mehrfache Verbindung der 1-Wire Installation mit dem Potentialausgleich (eine solche Verbindung erfolgt nur kurzzeitig zum Ausgleich der Überspannung)

Hinweis: Dieses Modul hat drei Schutzwirkungen, die sich je nach Anschlussseite unterscheiden. Die Leistungsstufe wirkt auf der Busseite des Moduls und kann 5.000 Ampere ausgleichen bzw. ableiten. Beide Anschlussseiten sind über eine dreipolige Überstromschutzstufe verbunden. Die nachgeschaltete ultraschnelle Feinstufe wirkt mit Beginn eines Überspannungsereignisses zunächst auf beiden Anschlussseiten, ab Aktivierung der Überstromschutzstufe wird der Stromfluss zwischen beiden Seiten begrenzt, so dass sich der Spannungsausgleich der Feinstufe nur noch auf die Geräteseite auswirkt (solange das Ereignis anhält) und dort die Klemmspannung nochmals drastisch reduziert. Für Details bitte untenstehend unter Funktion und Wirkung nachlesen

  • Busseite: Nach dem Auslösen aller drei Schutzstufen wirken auf der Busseite die Gasspannungsableiter und gleichen bis zu 5.000 Ampere aus
  • Geräteseite: Nach dem Auslösen aller drei Schutzstufen reduziert der Überstromschutz den Stromfluss zwischen beiden Seiten auf 50 mA pro Pfad, die Feinstufe auf der Geräteseite reduziert die Schutzspannung nun auf 10 V.

Empfehlungen zu Auslegung / Anschluss:

  • Wegen des unterschiedlichen Schutzcharakters der beiden Modulanschlüsse (Busseite vs. Geräteseite) empfehlen wir, den langen Teil der Businstallation auf der Busseite anzuschließen und den kurzen Teil - insbesondere zum Schutz von Busmaster und Server - auf der Geräteseite des Moduls.
  • Der Bus kann mit mehreren solchen Modulen geschützt werden. Hierbei ist jeweils nur die Busseite anzuschließen und der 1-Wire Bus am Modul vorbei zu führen (es dürfen kurze Abzweige mit 1-Wire Geräten an der Geräteseite angeschlossen werden).
  • Bei sehr langen Bussen empfehlen wir alle 100 m ein solches Modul. Auch hier ist das Modul nur mit der Busseite zur 1-Wire Busverkabelung hin anzuschließen.

Designmerkmale

Designmerkmale für einen effektiven Überspannungsableiter

Wesentliche Faktoren für einen Überspannungsableiter sind schnelle Reaktion, hohes Ableitvermögen und geringer Widerstand zwischen den auszugleichenden Leitern.

Herkömmlich erhältliche Schutzelemente bestehen aus einer einzigen Stufe, die üblicherweise mit einem Gasspannungsableiter realisiert wird. Dieser ermöglicht zwar die Ableitung großer Ströme, zündet jedoch erst bei höheren Spannungen und dann auch erst nach ca. 75 ns. Zu diesem Zeitpunkt haben die Schutzdioden in den 1-Wire Geräten am Bus bereits längst durchgeschaltet (binnen weniger Nanosekunden) und müssen zunächst alleine den ansteigenden Blitzstrom tragen. Diese Schutzdioden sind oft nur für wenige Ampere ausgelegt und können schnell überlastet werden.
 

Dreistufige Schutzkaskade mit schneller Feinstufe, einer starken Leistungsstufe und einer ultraflinken Strombegrenzung

Dieser BlitzART Überspannungsableiter für 1-Wire Busmaster ist als dreistufige Schutzkaskade ausgelegt. Die drei Stufen sind mit innovativen Elementen ausgestattet, die jeweils höchste Leistungen bieten.

Die schnelle Feinstufe besteht aus zwölf Ausgleich-Dioden plus drei ultraschnellen Transientendioden (ca. tausendfach schneller als ein Gasspannungsableiter zünden kann). Die Feinstufe reagiert bereits ab 6 V, womit auch geringste Überspannungen auf der Busseite gegenüber der Geräteseite reduziert werden. Damit wird die Stoßwelle von Beginn an ausgeglichen und minimiert. Dies schützt insbesondere die kleineren Schutzdioden in den Geräten.

Etwa 75 ns nach Beginn eines Überspannungsereignisses (und ab 150 V) zünden die Gasspannungsableiter der Leistungsstufe und übernehmen die Hauptlast, bis das Überspannungsereignis vorüber ist. Diese Leistungsstufe besteht aus sechs Überschlagstrecken in zwei sehr leistungsfähigen Doppelkammer-Gasspannungsableitern, die seitens des Herstellers mit jeweils bis zu 20.000 Ampere angegeben ist.

Nach einer weiteren Mikrosekunde (1 µs) wird die dreipolige Strombegrenzung aktiv und begrenzt nun zusätzlich den Stromfluss zwischen Bus- und Geräteseite. Der reduzierte Stromfluss ermöglicht der Feinstufe auf der Geräteseite eine weitere Reduzierung der Überspannung auf unter 10 V.

Diese Strombegrenzung und die Reduzierung auf 10 V wirken bei Überspannungen oberhalb von 10 V, mithin wäre bei Fehlverdrahtung auf der Busseite mit 12 oder 24 V die Busmaster & Server auf der Geräteseite vollständig auch gegen niedrige Überspannungen geschützt.


Niederimpedanter PE Anschluss ermöglicht optimalen Ausgleich der Längsspannungen

Ein Überspannungsableiter muss Querspannungen (zwischen den drei Adern des angeschlossenen 1-Wire Busses) und Längsspannungen (zwischen PE und einer bis drei Adern des angeschlossenen 1-Wire Busses) ausgleichen. Für das schnelle und leistungsfähige Schalten sorgen die Elemente der dreistufigen Schutzkaskade. Damit der Ausgleich von Längsspannungen effektiv möglich ist, muss der Scheinwiderstand (Impedanz) zwischen den auf dem Modul montierten Ableitern und dem Blitzstrompotentialausgleich (letztlich die Potentialausgleichsschiene "PAS") so gering wie nur möglich sein.

Ein Beispiel: Falls die Impedanz von den Ableitern bis zur Potentialausgleichsschiene 1 Ohm betragen würde, dann würde bei darüber abgeleiteten 5.000 A ein Spannungsfall von 5.000 V entstehen. Damit würde die Längsspannung zwischen den Adern des angeschlossenen 1-Wire Busses und dem PE-System um diese 5.000 V über dem Potentialausgleichssystem liegen. Solche Spannungen gefährden Isolationen und Bauteile am Bus. Damit der Ausgleich der Potentiale auch für Längsspannungen optimal gelingt, muss der Scheinwiderstand so gering wie nur möglich sein.

Ausführung des PE-Anschluss am BlitzART Überspannungsschutzmodul für niederimpedante Verbindung:

  1. Kaltverschweißtes Anschlusselement: Das PE-Anschlusselement wird in der Fertigung über 36 Kontaktstellen mit der Baugruppe kaltverschweißt. Der Widerstand dieser Verbindungen und dem Element beträgt weniger als 200 µOhm (bei 5.000 Ampere Blitzstrom würden zwischen der Baugruppe und dem Quetschkabelschuh am Anschlussterminal nur 1 V abfallen).
  2. Verpresst und Verschraubt: Der PE Anschluss am Modul ist mit einem Quetschkabelschuh nach DIN/IEC 46234 ausgestattet. Bei korrekter Verpressung wird eine dauerhaft gasdichte Verbindung erreicht, die den gesamten Umfang des eingepressten Leiters erfasst. Zusammen mit der verschraubten Montage mit Federring wird die bestmögliche Kontaktierung des angeschlossenen PE Leiters mit dem geringsten Übergangswiderstand erreicht.
  3. Hoher Querschnitt und ungeschnittene Führung: Der mitgelieferte Quetschkabelschuh erlaubt das Verpressen mehrdrähtigen, feindrähtigen oder feinstdrähtigen Leiter mit einem Querschnitt von 2,5 mm². Für eindrähtige Leiter oder einen Anschluss mit 4 mm² oder 6 mm² können Sie den Anschluss auch mit einem anderen Quetschkabelschuh ausrüsten. Die Verbindung zu PE kann damit ungeschnitten und mit großem Querschnitt geführt werden. Selbst bei einer Länge von 5 Metern und 2,5 mm² würde der Leitungswiderstand nur 34 mOhm betragen. Bei 5.000 Ampere würde der Spannungsabfall damit nur 170 Volt betragen.

Durch die dreistufige Schutzkaskade in Verbindung mit diesem besonders niederimpedanten PE-Anschluss werden Längsspannungen optimal reduziert.


Vier Designmerkmale für einen besonders effektiven Schutz

Durch diese Kombination aus dem schnellen Reaktionsvermögen der drei TVS-Dioden einerseits, dem hohen Ableitvermögen der beiden Doppelkammer-Gasspannungsableiter andererseits und der dreipoligen Strombegrenzung ermöglicht dieses Blitzschutzmodul einen niedrigen Schutzpegel. Längsspannungen werden ergänzend durch den besonders niederimpedanten Anschluss an PE gering gehalten.

Mit dem BlitzART Überspannungsableiter für 1-Wire Busmaster werden Isolierungen sowie die Elektronik der nachfolgenden Geräte bestmöglich geschützt.

Wir empfehlen jeweils ein Modul direkt vor den Busanschlüssen des Busmasters. Lange Busse sollten mit einem oder zwei weiteren Modulen (nur Busseite anschließen) ausgestattet werden. Das Schutzmodul enthält zusätzlich auch einen Bandpass zur Verbesserung der Reichweite (wenn es zwischengeschaltet wird, zum Beispiel in Abzweige).

Top Qualität - Made in Germany:

Wir wollen beste Qualität und maximale Flexibilität für unsere Kunden. Besonders stolz sind wir auf unsere hauseigene Fertigungstiefe von ca. 75%. Vieles wird liebevoll in Kleinserie hergestellt. Gerne berücksichtigen wir Ihre Wünsche und bauen auch Sondermodelle.

  • Entwicklung: 100% in Deutschland (durch uns)
  • Bezug der Bauteile: 50% von einem deutschen Unternehmen
  • Herstellung der Platinen und Schablonen: 100% in EU
  • Elektronik-Fertigung: 100% in Deutschland (eigene Bestückung)
  • Herkunft Bestückungs- und Lötanlage: 100% aus Deutschland
  • Assemblierung & Tests: 100% in Deutschland (eigene Endmontage)
  • Shop, Lager, Versand: 100% in Deutschland (eigenes Lager)
  • Beratung & Support: 100% in Deutschland (durch unsere Entwickler)

Mit Ihrem Kauf ermöglichen Sie uns die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen in Deutschland und der EU. Wir bedanken uns mit bestmöglicher Qualität bei Beratung, Bestellabwicklung, Produktherstellung und Kundendienst.

Wir bitten unsere Kunden aus anderen Ländern die obige Darstellung deutscher Wertarbeit zu verzeihen. Im Zeitalter zunehmender fernöstlicher Fertigung wollten wir auf die tatsächliche lokale Fertigung hinweisen, zumal dies auch ein wesentliches Kaufkriterium unserer Kunden ist.
 

GEFAHREN, FUNKTION & WIRKUNG

Gefahren durch Überspannung - Blitzschlag:

Naher bzw. ferner Blitzschlag wird über Fundamenterder, den Netzanschluss oder andere Leitungen in das Gebäude geführt, durch das elektromagnetische Feld um den Blitzkanal in metallische Leiter induziert bzw. kapazitiv eingekoppelt. Die Gefahren bei Überspannungen aus Blitzschlag entstehen aus der extremen Höhe der Spannungen der Gewitterwolke zwischen 100 Millionen Volt bis hin zu 1,3 Milliarden Volt bei bis zu 2 GW Leistung und einer Energie von einem bis mehreren Gigajoule (etwa 280 kWh bis 1.000 kWh). Selbst im Gebäude können noch Spannungen bis hunderttausend Volt auftreten. Dieses Potential möchte sich untereinander und zur nahen und fernen Erde hin ausgleichen. Deshalb werden Isolationen von Geräten und Leitungen durchschlagen. Der extreme Stromfluss von vielen tausenden Ampere führt dabei zu erheblichen magnetischen, thermischen und chemischen Einflüssen auf Mensch, Tier und Material.

Schäden an der Technik nach Überspannungsereignissen sind zunächst nicht vollständig erkennbar, weil Elektroniken zum Teil nur vorgeschädigt wurden und erst in den nachfolgenden Wochen und Monaten mit einem diffusen Schadensbild ausfallen. Dies erschwert die Meldung und Abwicklung durch die Versicherung erheblich bzw. ist bei später Meldung nur noch bedingt beweisbar.

Blitzhäufigkeit für Deutschland, Österreich und der Schweiz:

In Deutschland gehen pro Jahr durchschnittlich 500.000 Blitze nieder (In den Jahren 2007 bis 2009 waren es jeweils über 900.000), die regulierten Schäden machen etwa ein Fünftel der Versicherungsschäden in der Hausratversicherung aus.

In Österreich gingen in 2020 über 1,34 Million Blitze nieder (in 2017 waren es 1,8 Millionen). Der stärkste Blitz wurde dabei mit 306.400 Ampere (in Anras, Bezirk Lienz) gemessen. Gegenüber Deutschland ist die Blitzdichte in Österreich stellenweise 25-fach erhöht (z.B. Wien mit 56,7 Blitzen pro km² in 2020 gegenüber Berlin mit 2,16 Blitzen pro km² in 2019).

In der Schweiz wurden für den Sommer 2020 über 210.000 Blitze gemeldet. Der stärkste Blitz mit 326.000 Ampere wurde am 16. August um 22:22 Uhr auf dem Gemeindegebiet von Eggiwil im Emmental registriert. Die Blitzdichte liegt bei bis zu 19 Blitzen pro km² (Appenzell Ausserrhoden).

Ausgleich und Ableitung:

Die sehr hohen Überspannungen und Ströme aus Blitzschlag können nicht aufgehalten werden. Die einzig mögliche Maßnahme ist, einen Ausgleich aller Potentiale untereinander sowie zur nahen und fernen Erde hin auszuführen. Die nahe Erde ist der Fundamenterder des eigenen Gebäudes und die ferne Erde ist der Erder der Trafostation bzw. je nach Netzform sind dies auch die Fundamenterder benachbarten Gebäude die am selben Versorgungsnetz angeschlossen sind.

Überspannungsableiter für energietechnische Netze vom Type 1 und Type 2 umfassen bei korrekter Installation (und je nach Netz) zwar die Außenleiter, den Neutralleiter und PE, jedoch keine Signal- und Busleitungen und sonstige Kleinspannungsnetze. Um letztere zu schützen sind spezielle Ableiter für informationstechnische Netze notwendig, wie der hier vorgestellte Überspannungsableiter der Kategorie C2 / Type 2 für einen Ableitstrom von 5 kA.

Sind in allen Netzen Ableiter installiert, dann werden während eines Überspannungsereignisses sämtliche angeschlossenen Leitungen (Außenleiter, Neutralleiter, Signal- und Busleitungen, Kleinspannungsleitungen) untereinander und mit PE durch einen Kurzschluss verbunden. Dem Strom wird damit ein Weg angeboten, der den jeweiligen Blitzteilstrom tragen kann. Dieser Kurzschließen verringert die Blitzspannung erheblich, der verbleibende Rest hängt vom Widerstand der jeweiligen Ableitung ab.

Die BlitzART Überspannungsschutzmodule sind für einen besonders geringen Widerstand (Impedanz) für Ausgleich und Ableitung ausgelegt. Jedes eingesparte Milliohm bedeutet einem um 5 V verringerte Restspannung, hundert Milliohm weniger bedeutet damit 500 V weniger Spannung (beide Beispiel bei einem auszugleichenden bzw. abzuleitenden Strom von 5.000 Ampere).

Wir haben bei der Auslegung der BlitzART Module berücksichtigt:

  • Parallel angeordnete Überschlag- und Ausgleichsstrecken (in diesem Modul insgesamt 21 Strecken plus drei Strombegrenzer) für eine starke und redundante Ableitung bei geringstem dynamischen Widerstand
  • Dreifach aufplattierte Leiterbahnen mit 105 µm für beste Stromleitung, gegen Korrosion geschützt
  • Vergoldete Lötpads für geringe Übergangswiderstände (extrem glatte Oberfläche minimiert Kontaktoberfläche, die Nickel-Sperrschicht unter dem Gold dient als Diffusionssperre für Kupfer-Atome, optimale Lötbarkeit)
  • Nutzung hochwertiger Silberlote für stärkere und zuverlässige Verbindung
  • PE-Anschlusselement mit 36 kaltverschweißten Kontaktstellen für einen minimalen Übergangswiderstand von weniger als 200 µOhm
  • Quetschkabelverbinder für PE für eine kaltverschweißte Verbindung über den gesamten kontaktierten Umfang des PE-Leiters (dauerhafte gasdichte Verbindung,  geringster Übergangswiderstand durch eine flächige Kontaktierung unter Berücksichtigung des Skin-Effektes)
  • Damit kann der PE-Leiter ungeschnitten zu dem PE-Klemmenblock geführt werden

Current-Cut unterbricht den Stromfluss zur Geräteseite hin fast vollständig:

Durch unsere Current-Cut Technologie in den neuen dreistufigen BlitzART Schutzmodulen wird binnen einer millionstel Sekunde der Stromfluss von der Bus- zur Geräteseite hin fast vollständig unterbrochen (auf 50 mA reduziert). Current-Cut verhält sich ähnlich einer selbstrückstellenden Sicherung, allerdings ca. zehntausendfach schneller.

Wegen des geringen Reststromes kann die redundante Feinstufe die Spannung auf der Geräteseite nun auf nur noch 10 V begrenzen. Bedeutet: Auch wenn auf der Busseite eine Spannung von 10.000 V anliegt und bis zu 5.000 Ampere zum Modul hin fließen (die von den sechs Überschlagstrecken der Gasspannungsableiter ausgeglichen werden) sorgt die fast vollständige Unterbrechung des Stromflusses in Verbindung mit der dreifach redundanten Feinstufe auf der Geräteseite für eine Reduzierung auf nur noch 10 V.
 

KOMPATIBILITÄT

  • 1-Wire: Dieses Modul ist kompatibel mit allen 1-Wire Bussystemen, allen 1-Wire Busmastern und allen 1-Wire Slaves

Für die Nutzung mit dem ElabNET Professional Busmaster bzw. mit den Timberwolf Servern der Modelle 350Q, 950Q und 960Q bieten wir ein separates, dafür optimiertes BlitzART Schutzmodul an, das für die höhere Stromfestigkeit des PBM optimiert ist.

Die kapazitive Belastung der Datenleitung des 1-Wire Bus (DATA) durch diesen Überspannungsableiter beträgt wenige Picofarad, dies entspricht dem kapazitiven Belag von weniger als 1 m Busleitung.
 

HÄUFIGE FRAGEN UND ANTWORTEN

  • Welche Funktion erfüllt der BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter?
    Der BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter reduziert die Folgen eines nahen und fernen Blitzeinschlages durch schnellen Ausgleich zwischen allen angeschlossenen Adern untereinander mit dem Blitzstrompotentialausgleich und einer fast vollständigen Unterbrechung des Stromflusses zwischen der Bus- und der Geräteseite des Moduls. Dadurch den Ausgleich und die Sperre werden Spannungen erheblich reduziert und damit werden Bauteile und Isolationen der 1-Wire Geräte und der 1-Wire Busleitungen geschützt.
     
  • Reduziert bedeutet "nicht vollständig"?
    Kein System auf der Welt kann 100% Sicherheit bieten. Allerdings kann man - je nach Auslegung - die Wahrscheinlichkeiten der Beschädigung durch Blitzeinwirkung erheblich reduzieren. Dieser BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter ist mit seiner extrem kurzen Reaktionszeit und dem niedrigen Schutzpegel in der Lage, für 1-Wire Systeme das beste verfügbare Schutzniveau zu bieten. Insbesondere wenn diese Ableiter an mehreren Stellen im System installiert werden. Auf der Geräteseite des Moduls wird die Überspannung praktisch völlig eliminiert. Selbst bei einer massiven Überspannung von 10.000 V und 5.000 A (8/20 µs) auf der Busseite beträgt die Schutzspannung auf der Geräteseite nach 1 µs nur noch 10 V bei wenigen mA. Damit ist jeder Schaden an den 1-Wire Komponenten der Geräteseite ausgeschlossen.
    Wir empfehlen, für maximale Wirksamkeit der Ableitungen, den Niederspannungsteil der Anlage mit Ableiter für energietechnische Anlagen Type 1 und Type 2 (bzw. Kombiableiter Type 1/2) zu ergänzen. Lassen Sie sich hierzu von einem Fachbetrieb beraten.
     
  • Wie lautet die Planungs- und Installationsempfehlungen für den besten Schutz?
    Bitte planen Sie, je nach Umfang des Bussystems, ein oder mehrere Module pro 1-Wire Bus.

    Installieren Sie ein Modul in direkter räumlicher Nähe zum Schutz des 1-Wire Busmasters. Schleifen Sie die Anschlüsse der 1-Wire Kanäle direkt über die Geräteseite des Moduls zum 1-Wire Bus (den Sie an der Busseite anschließen). Falls das Modul direkt in der Hauptverteilung installiert ist, dann halten Sie bitte eine Mindestlänge des PE-Anschlusses von 2 m zur Potentialausgleichsschiene ein (bzw. schließen Sie in der Verteilung an einem PE-Klemmenblock an, dessen Anschluss zur PAS wenigstens 2 m lang ist).

    Bei einem längere Bus (mehr als 100 m) empfehlen wir in der Mitte des Busses die Installation eines weiteren Moduls. Schließen Sie hier den 1-Wire Bus nur die Busseite an das Modul an. An die Geräteseite können Sie einen Abzweig mit 1-Wire Geräten anschließen oder den Anschluss leer lassen.

    Bei sehr langen 1-Wire Bussen installieren Sie jeweils alle 100 m ein weiteres Modul.

Wichtigste zusätzliche Maßnahme: Inneren Blitzschutz (Type 1 und Type 2 Ableiter) für energietechnische Netze einbauen lassen.
 

  • Der 1-Wire ist als SELV-System galvanisch von allem anderen getrennt und die Leitungen sind geschirmt. Wie kann eine Überspannung, ein Blitz hier zerstören?
    Nichts ist perfekt, auch Folienschirme nicht. Daher sind prinzipiell kapazitive und induktive Einkopplungen der Blitzenergie möglich. Zudem sind die Isolationen zwar für 4.000 V ausgelegt, ein Blitz erzeugt jedoch Spannungen bis zu mehreren hunderttausend Volt. Darum sind alle Isolationen gefährdet, insbesondere bei großer Nähe / Berührung mit PE, Neutralleiter und allen Außenleitern. Wir empfehlen eine separate getrennte Leitungsführung aller Leitungen informationstechnischer Systeme, sowie Signal und Busleitungen von Energieversorgungsleitungen. Optimal wären getrennte metallische und geschlossene Kabelpritschen oder Kanäle für die Leitungsführung.

    Eine Gefahr besteht im Falle aufgelegter Schirmungen (das ist allgemein nicht empfohlen, mag in einzelnen Fällen zur Störunterdrückung sinnvoll sein). Bei einem nahen Blitzschlag wird die Blitzspannung durch den Fundamenterder in das Haus geführt und damit auf den PE des gesamten Gebäudes. Dies belastet die Isolationen innerhalb der Busleitungen. Dieser Überspannungsableiter für 1-Wire verfügt über einen niederimpedanten PE Anschluss und gleicht Potentialunterschiede aus. Den PE-Anschluss der Schutzmodule verbinden Sie bitte mit dem gleichen PE-Klemmenblock, auf den die Schirmung aufgelegt ist. Von diesem Klemmenblock aus sollte mindestens eine Länge von 2 m zur PAS eingehalten werden (damit rein zeitlich ein Typ 2 Ableiter zuerst durchschalten kann).
     
  • Wodurch werden die Isolationen gefährdet?
    Ein Blitzschlag bedeutet eine Entladung zwischen Wolke und Erde über eine Luftstrecke die kurzzeitig leitfähig ist. Ausgehend von dem Blitzkanal als stromdurchflossener Leiter wird ein elektrisches und ein magnetisches Feld um diesen herum erzeugt. Diese Felder koppeln kapazitiv und induktiv in Leitungen und Leiterschleifen ein und ändern die Potentiale in allen metallischen Leitern im gesamten Gebäude. Die nahe Erde kann nur einen Teil der Blitzenergie aufnehmen. Etwa die Hälfte der Energie wird durch den Fundamenterder über PE in das Gebäude geleitet. Damit steht bei einem nahen Blitzschlag die Potentialausgleichsschiene und damit der gesamte PE über den Fundamenterder unter einem sehr hohen Spannungspotential von mehreren zehntausend Volt. Diese Potentialunterschiede wollen sich untereinander und zur fernen Erde in der über den Netzanschluss erreichbaren Trafostation (und je nach Netzform auch zur Erde der benachbarten Gebäude) hin ausgleichen. Um diesen Weg nehmen zu können, versucht die Blitzspannung auch durch die Isolationen (je nach Netzform) zu den Neutralleitern und Außenleitern durchzuschlagen.
     
  • Wie schützt dieser BlitzART Überspannungsableiter?
    Die verschiedenen Potentiale, die sich bei nahem Blitzschlag in metallischen Leitern bilden, wollen sich ausgleichen. Der Ausgleich nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Der BlitzART 1-Wire Ableiter bietet der Überspannung einen einfachen Weg an, indem dieser bei einer plötzlichen Spannungsanhebung praktisch sofort einen massiven Kurzschluss herstellt, über den die Potentiale sich ausgleichen können. Der BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter bezieht hierbei die drei angeschlossenen 1-Wire Adern und PE ein und führt einen Kurzschluss zwischen allen vier Anschlüssen aus. Damit wird der Überspannung ein sofortiger und niederimpedanter Ausgleich angeboten, so dass Potentialunterschiede erheblich reduziert und Isolationen und Bauteile damit geschützt werden.
    Ein solches Überspannungsereignis ist in diesem Bereich der Verkabelung bereits nach zwanzig millionstel Sekunden abgeschlossen. Während dieser kurzen Zeit setzen die Bauteile mehrere tausend W an Wärme um. Ein Blitz hat eine durchschnittliche Energie von 280 kWh, etwa ein Zehntel davon wird am Boden und in den Anlagen umgesetzt.
     
  • Warum sind in diesem BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter 24 Schalt- und Schutz- und Überschlagstrecken verbaut?
    Jedes Bauteil für den Überspannungsschutz hat seine eigene Charakteristik hinsichtlich Reaktionszeit, Spannungsbegrenzung, Auslösespannung, maximale Spannung, Ableitvermögen, Wärmeaufnahme, Leckstrom, Kapazität und Polarität. Es gibt kein Bauteil, dass in allen diesen Charakteristiken führend ist, oftmals ist ein Parameter sehr stark ausgeprägt, dafür sind andere weniger gut. Damit wir keinen Kompromiss bei diesem BlitzART Überspannungsableiter machen mussten, haben wir mehrere Bauelemente mit zusammen 24 Schutz- und Überspannungsstrecken in einer dreistufigen Kaskade so kombiniert, dass sich Bauteile mit kürzestmöglicher Reaktionszeit mit solchen Bauteilen mit hohem Ableitvermögen Ampere gegenseitig ergänzen. Dadurch erreichen wir ein bisher nicht mögliches Schutzvermögen.
     
  • Welche Bauteile sind die beiden runden, grünen im oberen Drittel der Baugruppe?
    Dies sind die effektivsten Gasspannungsableiter in der Telekommunikationsindustrie. Es handelt sich um zwei Doppelkammer-Ableiter die zusammen sechs hochleistungsfähige Überschlagstrecken ergeben. Damit sind die vier Potentiale über mehrere Wege sehr leistungsfähig im Überspannungsfall verbunden. Diese Bauteile sind Blitzstromtragfähig und seitens des Herstellers mit zehnmal jeweils 10 kA bzw. einmalig 20 kA spezifiziert.
     
  • Ich habe die Baugruppe aus dem Modul entnommen. Auf der Unterseite der Platine sehe ich neun Bauteil-Pins die nicht verlötet sind. Wurde hier etwas vergessen?
    Nein, diese neun Pins gehören zum Hochstrom PE-Anschluss. Über die jeweils vier Kanten jedes der neun Pins ist das Bauteil durch eine Presspassung im Werk an 36 Anbindungsstellen mit den Durchkontaktierungen der Platine homogen kaltverschweißt. Diese Verbindungstechnik ist mechanisch sehr stabil (Auszugskraft 900 N), dabei sehr niederohmig (weniger als 200 µOhm), dauerhaft gasdicht und kann hohe Ströme tragen (500 Ampere dauerhaft). Damit - und dem Quetschkabelschuh für ungeschnittenen PE_Anschluss mit hohem Querschnitt - erreichen wir einen niederimpedanten PE Anschluss.
     
  • Gibt es Tipps für den Anschluss an PE?
  1. Gleiche PE-Klemmenblöcke: Wenn durch einen Überspannungsableiter Geräte geschützt werden, die selbst über einen Netzspannungsanschluss mit Schutzleiter verfügen (zum Beispiel Netzteil für die Versorgung von Geräten, Servern und Gateways) dann sollte der PE-Anschluss des Überspannungsableiters gleich- oder niederimpedanter zum Potentialausgleich geführt werden als der Anschluss des Schutzleiters des ebenfalls zu schützenden Gerätes an dessen Potentialausgleich. Wir empfehlen daher den PE-Anschluss des Überspannungsleiters auf dem kürzesten Weg auf den selben PE-Klemmenblock zu führen, an dem auch der Schutzleiter des zu schützendes Netzteiles angeschlossen ist (sofern es ein solches Netzteil ist).
    Gleiches gilt, sollte der Schirm der Busverkabelung auf PE aufgelegt worden sein. In diesem Fall sollte der PE des Überspannungsableiters auf den selben PE-Klemmenblock geführt werden, auf den der Schirm aufgelegt wurde. Solche Schirmanbindungen sollten über den gesamten Schirmumfang mit speziellen Schellen angebunden werden, die oft geflochtenen Zöpfe sind für Ableitungen von transienten Überspannungen elektrisch ungünstig.
     
  2. Ordentliche Arbeitsweise: Führen Sie den PE-Anschluss bitte mit größter Sorgfalt aus. Verquetschen Sie ausschließlich diejenigen Leiterklassen im richtigen Querschnitt, die für den verwendeten Quetschkabelschuh jeweils zugelassen sind und verwenden Sie hierfür nur die korrekte Quetschzange (wenn Sie den mitgelieferten Quetschkabelschuh verwenden. lesen Sie bitte in den technischen Daten nach). Schrauben Sie die Mutter am Anschluss gut fest (Anzugsmomente in den technischen Daten beachten). Verlegen Sie die Leitung auf dem kürzesten Weg zum PE-Klemmenblock und schrauben Sie die Leitung auch dort ordentlich fest (Angaben des Klemmenherstellers beachten, insbesondere zum Gebrauch von Adernendhülsen und zu den für diese Klemme erlaubten Querschnitte). Vermeiden Sie unbedingt eine räumliche Schleife im Gebäude zu bilden (um Induktion bei Blitzschlag zu vermeiden) und wickeln Sie keinesfalls die PE Leitung um etwas herum (keine Spule bauen). Es ist wichtig, dass diese Anschlüsse mechanisch fest, dauerhaft gasdicht und bestens kontaktiert sind. Bitte denken Sie daran, dies muss über Jahrzehnte sicher kontaktieren. Die Ausführung des PE ist sicherheitskritisch und muss ordentlich und korrekt nach den geltenden Normen erfolgen. Bitte überlassen Sie dies besser einem Elektroinstallationsbetrieb.
     
  3. Abstand zur PAS: Bitte halten Sie eine Leitungslänge für den PE Anschluss an diesem Überspannungsschutzmodul von mindestens zwei Metern zur Potentialausgleichsschiene ein, damit dort angeschlossene Type 2 Ableiter schneller als der Gasspannungsableiter in diesem Schutzmodul durchzünden können.
  • Ich habe einen äußeren Blitzschutz, benötige ich dann diesen BlitzART Überspannungsableiter überhaupt?
    Ja, unbedingt. Bei Vorhandensein eines äußeren Blitzschutzes ("Blitzableiter") ist ein zusätzlicher innerer Blitzschutz immer erforderlich (gemäß entsprechender Normen). Schließlich wird der Blitz vom Blitzstromableiter direkt über den Fundamenterder in das Gebäude auf die Potentialausgleichsschiene geführt. Von dort versucht die Überspannung auf alle benachbarten metallischen Leiter mit einem geringerem Potential durchschlagen. Nur ein innerer Blitzschutz verhindert dies durch Kurzschließen aller metallischen Leiter miteinander. Dieser BlitzART Überspannungsableiter ist ein wichtiger Bestandteil eines solchen inneren Blitzschutzes auf der Ebene C2 / Type 2 und übernimmt diese Aufgabe für den 1-Wire Bus und dessen Busmaster und dessen Server. Dies ist eine Ergänzung zu dem ebenfalls zu installierenden Grob- und Mittelschutz nach Type 1 und Type 2 der unbedingt von einem Fachmann für Blitzschutzanlagen installiert werden muss.
     
  • In den 1-Wire Geräten ist doch ein Überspannungsschutz eingebaut?
    Nicht immer. In Hülsenfühlern und Deckensensoren ist für einen Überspannungsschutz kein Platz, nur in unseren auf Platinen basierenden Produkten finden sich kleine Überspannungsschutzdioden. Diese sind jedoch nicht Blitzstromtragfähig und haben auch keine Verbindung zu PE, können also nur Querspannungen aufnehmen, jedoch keine Längsspannungen. Damit werden die Isolationen der 1-Wire Busleitungen nicht geschützt. Andere Hersteller und praktisch alle Maker-Projekte von 1-Wire Baugruppen verzichten auf Überspannungsschutzdioden. Dieser BlitzART Überspannungsableiter kann etwa das fünfzigfache dessen ableiten, was die kleinen Schutzdioden in Geräten erreichen können (sofern vorhanden) - zuzüglich auch gegenüber PE.
     
  • Wann löst der BlitzART 1-Wire Überspannungsableiter aus?
    Die feine Stufe beginnt ab etwa 6 V zu leiten, die Gasspannungsableiter zünden ab etwa 150 V und einer Anstiegsgeschwindigkeit der Spannung, die typisch ist für Überspannungsereignisse mit entsprechend steiler Anstiegsflanke. Die Überstrombegrenzer wirken ab 50 mA (je nach Leiter).
     
  • Wird ein BlitzART Überspannungsableiter durch einen Blitz zerstört?
    Nein, üblicherweise nicht (es ist uns in mehreren Jahren kein Fall bekannt). Falls ein Blitz jemals so stark sein sollte, dass unsere BlitzART Ableiter dadurch zerstört werden, dann ist dies durch unsere 5 jährige Garantie gedeckt.
     

GARANTIEERKLÄRUNG

Wir gewähren im nachfolgend beschriebenen Umfang eine Haltbarkeits-Garantie für das oben beschriebene Überspannungsschutzprodukt.

Unsere Garantie-Leistung besteht ausschließlich darin, dass wir im Falle eines innerhalb der Garantie-Zeit  aufgetretenen  Mangels in der Funktionstüchtigkeit nach unserer Wahl die für den Erst-Endgebraucher kostenlose Reparatur des Produkts oder eine kostenfreie Ersatzlieferung eines entsprechenden oder gleichartigen und gleichwertigen Überspannungsschutzproduktes durchführen. Dem Garantienehmer erwachsene Kosten, Spesen, Porto und dergleichen werden nicht ersetzt. Der Garantieanspruch besteht nur gegen Vorlage des defekten Produkts.

Die Garantiezeit beträgt 5 Jahre und beginnt mit dem Tag der Übergabe an den Kunden.

Rechtliche Hinweise bei Garantiezusage gemäß § 477  BGB: Ganz unabhängig von dieser Herstellergarantie und davon, ob im Garantiefall die vorbeschriebene Garantie in Anspruch genommen wird oder nicht, bestehen uneingeschränkt die gesetzlichen Mängelrechte. Nach eigener freier Wahl können daher neben oder auch ohne Geltendmachung der Garantieansprüche die gesetzlich geregelten Käuferrechte wegen Mängel der Kaufsache – insbesondere Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung des Kaufpreises oder Schadenersatz (siehe § 437 BGB und die entsprechenden besonderen Verjährungsregelungen in § 438 BGB) – gegenüber dem Verkäufer geltend gemacht werden.

TECHNISCHE DATEN

Überspannungsableiter Type 2 für den 1-Wire mit dreistufigem Schutzsystem mit Abschaltung des Stromflusses zur Geräteseite.

Dieser Überspannungsableiter kann 5000 Ampere (8/20 µs, Impulskategorie C2, schnelle Anstiegsflanke) ableiten. Zusätzlich ist dieses Schutzsystem mit der innovativen ElabNET Current-Cut Technologie (selbstrückstellende High-Speed-Sicherung 1µs) ausgestattet. Diese ermöglicht einen zusätzliche Schutz auch gegen geringe Überspannungen (z.B. Kurzschluss mit 24 V durch Verdrahtungsfehler).

Dieses BlitzART Schutzsystem ist damit ein Kombischutz aus einem sehr leistungsfähigem Überspannungsableiter Type 2 plus einem sehr sensitivem Überstromschutz (50 mA / 1 µs). Der Überstromschutz schaltet binnen einer Mikrosekunde einen möglicher Schadstrom zur Geräteseite hin ab, der durch den verbleibenden Schutzpegel der anderen beiden Stufen noch entstehen könnte. Die Rückstellung nach dem Überstromereignis erfolgt automatisch binnen einer Millisekunde.

Damit werden Überspannungen kurzgeschlossen, Potentialunterschiede ausgeglichen und verbleibende Überströme zusätzlich getrennt. Durch diese spezielle Kombination ist der erreichbare Geräteschutz mindestens zehnfach besser gegenüber herkömmlichen Schutzsystemen ohne diese dritte Schutzstufe.

Übersicht über die enthaltenen Schutztechnologien

  • Schutzumfang: Dreistufiger Schutz der angeschlossenen Geräte und Spannungsversorgungen sowie der Isolationen von Leitungen gegen Überspannung aus nahem und fernem Blitzeinschlag, gegen Überspannungen durch Schalthandlungen sowie Schutz zwischen Bus- und Geräteseite gegen Überstrom bereits ab 50 mA. Damit auch Begrenzung von Potentialausgleichsströmen über Bus- und (insbesondere) GND-Leitungen.
  • Anzahl Überschlagstrecken insgesamt: Vier bidirektionale Überschlagstecken
  • Anzahl Gasspannungsableiter: Zwei Überschlagstrecken über Doppelkammer-Gasspannungsableiter (vom Hersteller mit 20000 Ampere angegeben)
  • Anzahl TVS-Dioden: Zwei Überschlagstrecken über ultraschnelle bidirektionale TVS-Schutzdioden (Reaktionszeit vom Hersteller mit 1 ps angegeben)
  • Type des Überspannungsableiters: Type 2
  • Zertifizierte Stromableitung: 5000 Ampere bei 8/20 µs (erhöhte Strombelastung nach Impulsklasse C2, schnelle Anstiegsflanke)
  • Niederimpedanter PE-Anschluss: PE-Anschluss mit besonders geringem Übergangswiderstand, vormontiert mit Beilagscheiben, Federring, Mutter und Quetschkabelschuh für ungeschnittenen Anschluss an Potentialausgleich bis 2,5 mm²
  • Überstromschutz: Current-Cut Technologie, basierend auf drei ultraschnellen, selbstrückstellenden Sicherungen in allen Leitungspfaden, Auslösung bereits bei 50 mA binnen 1µs, trennt die Verbindung zwischen Bus- und Geräteseite des Modules
  • Automatischer Reset: Wiederherstellung der Verbindung zwischen Bus und Geräteseite innerhalb 1 ms nach dem Überspannungs- bzw. Überstromereignis
  • PE-Anschluss: Vormontiert mit Beilagscheiben, Federring, Mutter und Quetschkabelschuh (DIN 46234) für Anschluss an Potentialausgleich bis 2,5 mm²

Betriebsbereich

  • Nennspannung 1W gegen GND: 5 V
  • Höchste Dauerspannung 1W gegen GND: 6 V
  • Nennspannung 1W gegen GND: 5 V
  • Höchste Dauerspannung 5 V gegen GND: 6 V
  • Leckstrom 1W nach GND:  < 5 uA
  • Leckstrom 5 V nach GND:  < 5 uA
  • Isolationswiderstand bei höchster Dauerspannung: > 1 MOhm
  • Kapazität D+ gegen GND: 60 pF
  • Kapazität D- gegen GND: 60 pF

Schutzpegel (bei Überspannung 10.000 V und 5.000 Ampere)

  • Datenleitungen, 1W gegen GND: < 521 V (bei Impulsklasse C2,  10.000 V (1,2/50 us) / 5.000 A (8/20 us)
  • Datenleitungen, 5 V gegen GND: < 588 V (bei Impulsklasse C2,  10.000 V (1,2/50 us) / 5.000 A (8/20 us)
  • Strombegrenzung: Der verbleibende Schadstrom aus dem Schutzpegel wird nach 1 µs durch Current-Cut abgeschaltet
  • Impulswiederherstellung, 1W gegen GND: <0,95 ms (gemessen bei 2000 V (1,2/50 us) / 1.000 A (8/20 us)
  • Impulswiederherstellung, 5 V gegen GND: <0,93 ms (gemessen bei 2000 V (1,2/50 us) / 1.000 A (8/20 us)
  • Current-Cut GND: 50 mA
  • Current-Cut 5V: 50 mA
  • Current-Cut 1-Wire: 50 mA

Prüfnormen und Zertifizierung

  • Zertifizierung: Gemäß EN 61643-21:2001 + A1:2009 + A2:2013: nach Impulsklasse C2 bei 10 kV (1,2/50 us) / 5 kA (8/20 us)
  • Prüflabor: DEHN Prüf- und Testzentrum, Neumarkt, akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS

Anschlüsse Busseite

  • Bus: Dreifach Steckklemme Wago 243 mit je vier Anschlüssen pro Potential und Prüföffnung
  • Zulässige Leiterklasse: eindrähtiger Leiter mit Durchmesser 0,6 – 0,8 mm (Leiterklasse 1 nach DIN/IEC 60228)
  • Abisolierlänge: 5-6 mm
  • Überspannungsschutz: Der Überspannungsschutz durch Kurzschließen wirkt gegenüber der Busseite des Modules bzw. PE, die Geräteseite wird dabei durch den Überstromschutz zusätzlich abgetrennt.

Anschlüsse Geräteseite

  • Bus: Dreifach Steckklemme Wago 243 mit je vier Anschlüssen pro Potential und Prüföffnung
  • Zulässige Leiterklasse: eindrähtiger Leiter mit Durchmesser 0,6 – 0,8 mm (Leiterklasse 1 nach DIN/IEC 60228)
  • Abisolierlänge: 5-6 mm
  • Überstromschutz: Der Current-Cut Überstromschutz begrenzt den Strom zwischen der Busseite und der Geräteseite des Modules

Anschluss Potentialausgleich

  • PE-Verbindung: Niederimpedante Verbindung zwischen Modul und Blitzstrompotentialausgleich durch kaltverschweißtes Anschlussterminal, gefedertem Schaubanschluss, gasdichtem Quetschkabelschuh und ungeschnittener Leitungsführung mit 2,5 mm²
  • Anschlussterminal: Terminal mit sehr hoher Stromtragfähigkeit, bester Langzeitzuverlässigkeit durch dauerhaft gasdichte Verbindung des Terminals mit der Baugruppe durch 36 homogen kaltverschweißte Kontaktstellen mit einer Auszugskraft von 900 N, hierdurch niederohmiger Übergangswiderstand mit < 200 µOhm,
  • Verschraubung: vormontierter Anschluss mit Beilagscheiben, Federring, Mutter und Quetschkabelschuh (nach DIN 46234)
  • Quetschbare Leiterklasse: mehrdrähtiger, feindrähtige und feinstdrähtige Leiter mit 2,5 mm² (Empfehlung: H07V-K2,5 gn/ge; Leiterklassen 2, 5 und 6 nach DIN/IEC 60228)
  • Quetschzange: Bitte verwenden Sie eine Quetschzange für unisolierte Quetschkabelschuhe nach DIN/IEC 46234
  • Abisolierlänge: 5 mm
  • Anschlussgewinde: M3
  • Maximales Anzugsmoment: 0,5 Nm
  • Bruchdrehmoment Gewindestift: 1,5 Nm
  • Hinweise für größere Querschnitte: Der Quetschkabelschuh kann durch Sie getauscht werden, damit ist ein größerer Querschnitt bzw. Anschluss eindrähtiger Leiter möglich

Schutzklasse Modul

  • Schutzklasse: III / SELV (nach EN60730)
  • Schutzart: IP 00 (nach EN 60529)

Montage

  • Bauform: Offenes REG Gehäuse
  • Montage: Dieser Überspannungsableiter ist zur festen Montage auf der Hutschiene in Verteilungen innerhalb Gebäuden vorgesehen (Din Rail 35 mm gemäß EN 50022)
  • Umgebungstemperatur: -20°C bis +70 °C
  • Feuchte: < 98% rH (ohne Betauung)
  • Montage: DIN Rail 35 mm (EN50022)
  • Material Gehäuse: Polyamid
  • Farbe: Grün
  • Maße: 76 mm x 22,5 mm x 40 mm (l x b x h mit Gehäuse)
  • Gewicht: 39 g (mit Gehäuse)